Caught Up Inna Image

Liebe Brüder und Schwestern,
Heute möchte ich über ein Thema schreiben, welches mir sehr am Herzen liegt.
Es geht um die Bedeutung des Computers und vor allem des Smartphones und unserem Umgang damit.
Dank diesen Technologien ist es uns möglich jederzeit miteinander zu sprechen, zu schreiben und uns dabei sogar zu sehen! Welch wunderbare Sache!
Es scheint als sei der Vorhang gelüftet worden und bewiesen, dass wir alle eins sind und miteinander verbunden sind. Durch diese Technologien wird jeder von uns zum Reporter und Moderator. Sie verleihen uns eine enorme Macht. Informationen sind im Überfluss zu erlangen und die kollektiven Probleme gelangen so ins Bewusstsein.
So wird die Vorraussetzung für deren Lösung geschaffen.

Bei meinem Umgang bin ich jedoch auch auf Probleme gestoßen, die es zu bedenken gilt.
Durch das Internet haben wir die Möglichkeit, jederzeit auf alle beliebigen Bilder, Filme und Töne zuzugreifen. Wir tun dies mit unseren Händen.
Unsere Hände sind unsere Manipulationswerkzeuge.
Mit ihnen können wir streicheln, schlagen, schreiben, Häuser bauen, den Abzug einer Pistole oder den roten Knopf am Atomkoffer drücken.
Das Problem liegt nun darin, dass unsere Hände permanent auf die ganze Macht des Internets zugreifen und uns permanent neue Bilder vor Augen rufen.
Zugespitzt könnte man sagen es besteht die Tendenz, dass es uns dann irgendwann schwer fällt zwischen Abbild und Realität zu unterscheiden.
So wird es möglich ans andere Ende der Welt zu reisen ohne einmal „hinter seinem Smartphone hervorzukommen“.
Unsere Hände wehren unbewusst ständig unser Herz und unseren Solarplexus vor dem ab was ist.
Dieses Verhalten erzeugt eine Abwehrhaltung. Es steigert die berechtigte Furcht vor dem was die Menschen um einen herum tun könnten.
Denn es ist ja tatsächlich so, dass man mit den Händen ein Whatsapp schreiben kann, aber auch jemanden mit einem Messer angreifen könnte.
Dieser ganze Komplex erzeugt auch eine gewisse Agression, welche man dann wieder schnell auf seine Umgebung projeziert.

Mit dem Fallen des Vorhangs ist auch gemeint das wir realisieren, dass es heute keinen Ort mehr gibt, an dem wir uns vor irgendetwas verstecken könnten.
Es gilt zu lernen, die Schultern fallen zu lassen und unser Herz und unseren Solarplexus vertrauensvoll dem zuzuwenden was ist, ohne ständig mit unseren Händen die Umwelt manipulieren zu wollen. Hierbei ist es hilfreich sich bewusst zu machen was wir eigentlich mit unseren Händen erreichen wollen.
Das gewohnheitsmäßige schreiben einer „Whatsapp“ entfernt uns häufig nicht nur im Verstand weiter von der Person, der wir schreiben, sondern gleichzeitig auch noch von der Person, die uns tatsächlich gegenüber sitzt!

Die Lösung und Herausforderung besteht also darin uns in der Benutzung der Technologien wieder bewusst darüber zu werden, warum wir sie in dem Moment eigentlich verwenden und uns kritisch zu fragen ob wir uns nicht eigentlich nur zappelnd dagegen wehren unser Herz dem zu öffnen was ist. Dies ist eine andauernde und spannende Herausforderung.
Das Wort „Achtsamkeit“ ist ja nicht umsonst zum Modewort geworden.
Hier noch ein geniales Lied zu dem Thema, welches auch den Titel des Essays darstellt:
https://www.youtube.com/watch?v=Wie1CLg2o2s